Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Was ist das genau?

 

"Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen" sind eine finanzielle Hilfe seitens der Pflegekasse für alle Pflegebedürftigen mit einem Pflegegrad, welche zusätzlich zu den anderen Leistungen gezahlt wird.

Bis Ende 2014 erhielten nur Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Seit Beginn 2015 können jedoch auch Menschen ohne erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz Leistungen beziehen.

 

 

 

Wie viel Geld steht mir zu?

 

Der Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen und Entlastungsleistungen lag bis Ende 2016 bei 104 € monatlich beziehungsweise bei 208 € monatlich, wenn (in seltensten Fällen) eine erhöhte Summe festgelegt wurde. Wird die Leistung in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag in das folgende Kalenderhalbjahr (bis zum jeweils 30.06. des Folgejahres, aus dem der Anspruch stammt) übertragen werden.

Mit dem PSG II hat sich der Betrag geändert. Seit Anfang 2017 werden jedem Patienten, unabhängig vom Pflegegrad, 125€ pro Monat zur Verfügung gestellt.

Wer seinen Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen seitens der Pflegekasse zudem nicht voll ausschöpft, kann den Betrag, der nicht für den Bezug von ambulanten Sachleistungen genutzt wurde, bis maximal 40 Prozent für die sogenannten niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote verwenden.

Die monatliche Summe wird nicht an die pflegebedürftige Person oder ihre Angehörigen ausgezahlt, sondern kann verwendet werden für Dienstleistungen, die für die Pflege vonnöten sind (z.B. über einen ambulanten Pflegedienst).

 

Welche Leistungen können abgerechnet werden?

Bei den zusätzlichen Betreuungsleistungen und Entlastungsleistungen handelt es sich um eine Pflegesachleistung. Damit ist es möglich, den Betrag für die Betreuung der Nacht- und Tagespflege, die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege aufzuwenden. Das heißt, dass diese Dienste in einem höheren Maße in Anspruch genommen werden können. Damit werden Angehörige etwa länger entlastet. Die Leistung erstreckt sich im Allgemeinen auch auf zugelassene Pflegedienste, die ein besonderes Angebot aufweisen, das über die Grundpflege hinausgeht. Hierbei geht es vor allem um die Betreuung, Beaufsichtigung und Anleitung der pflegebedürftigen Person sowie um tagesstrukturierende Maßnahmen.
 

Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote

Darüber hinaus sind folgende niedrigschwellige Betreuungsangebote mit der Pflegeversicherung abrechenbar:

  • Bewältigung von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen des Alltags
    z.B. unterstützende Anleitung für pflegende Angehörige / Nahestehende, Betreuung der Korrespondenz mit Behörden
  • Organisation von individuell benötigten Hilfeleistungen
    z.B. Organisation eines Hausnotrufgeräts, Hilfsmittelbesorgung
  • Entlastung von pflegenden Angehörigen oder vergleichbar nahestehenden Pflegenden
    z.B. Begleitung außerhalb des Hauses, Hilfestellung bei pflegebedingten Umbaumaßnahmen der Wohnung
  • Unterstützung im Haushalt
    z.B. Haushalt reinigen, Zimmerpflanzen bewässern, Versorgung von Haustieren, die eigene Versorgung usw.
  • Betreuungsleistungen
    z.B. Beaufsichtigung zur Entlastung von pflegenden Angehörigen, Anregung und Unterstützung bei sozialen Kontakten

 

Wie kann ich diesen Betrag erhalten?

Um die Leistungen dieser Art zu erhalten, muss ein Antrag bei der Pflegeversicherung gestellt werden. Entweder ist die betroffene Person bereits einem Pflegegrad zugehörig oder die Pflegebedürftigkeit und damit einhergehend auch der Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen wird neu festgestellt. Die Feststellung des Pflegegrads erfolgt bei einem Hausbesuch durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK).

Bei der Begutachtung durch den MDK wird mittels eines Fragenkataloges geklärt, ob eine sog. "eingeschränkte Alltagskompetenz" vorliegt. Dabei spielen mehrere Kriterien eine Rolle, die darauf schließen lassen, dass es für die betroffene Person schwierig ist, den Alltag selbstständig zu bewältigen. Auf den Besuch des MDK sollte man sich ausführlich vorbereiten. Alle nötigen Informationen rund um die Begutachtung können Sie gern bei uns oder bei Ihrer Krankenkasse erfragen.

 

(Quelle: jedermann-gruppe.de)

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Zusätzlich zu unseren Leistungen als Pflegedienst bieten wir Ihnen an:

  • Vermittlung von Fußpflege vom Fachpersonal
  • Hilfe nach Krankenhausaufenthalt
  • Hilfe bei Behördengängen
  • Serviceleistungen (wie z.B. Rezepte abholen u. einlösen, einkaufen, Reinigen der Wohnung, uvm.)
  • zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI
  • Erstellung von Pflegegutachten
  • Unterstützung bei der Erstellung von rechtlich gültigen Patientenver-fügungen und Vorsorgevoll-machten
  • Vermittlung von Essen auf Rädern, Physio-, Ergotherapie und Logopädie
  • u.v.m.

 

 

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